anj gockel fashionshow "take me home" winter 2015/16

Einige mussten stehen...

Die Show von Anja Gockel war bis auf den letzten Platz ausgebucht. Einige der 800 Gäste mussten sogar stehen.
Wer hier den Untergang der Fashion week besingen möchte.... dem sei zugerufen: "Es lebe die Mercedes Benz Fashion Week!"
Für uns Designer ist die Fashion week wie das Holz aus dem wir geschnitzt sind. Sie ist der Rahmen, den unser Werk braucht um ein Bild von der Mode für die Frau der Zukunft zu zeichnen.

10 Uhr morgens am Brandenburger Tor: Licht aus, Hahnenschrei, die Show beginnt. Zu einem stürmischen Gewitter aus Licht- und Toneffekten startet das erste Model gehüllt in ein lässiges "Fake-Fur"- Outfit in schillernden Farben seine "Reise". Ihr folgen lässige Kleider mit gedruckten, verfremdeten Stadtmotiven. Im Laufe der Show wird die Musik harmonischer, die Reisenden scheinen anzukommen. Für die Schlussszene gibt Anja Gockel ihren Gäste eine Vision mit auf den Weg. Die Silhouette einer engelsgleichen Gestalt in einem Kleid, dass ein Dreieck beschreibt zeigt sich schemenhaft nur wenige Sekunden am Ende des Laufstegs. Eine Vision von Harmonie und Ankunft?

Anja Gockel erklärt die Idee hinter ihrer Kollektion:
Das globale Leben, Inspirationen aus der ganzen Welt landen ständig bei uns. Jeder weiß, was jederzeit überall auf der Welt passiert. In dieser Flut sehnen wir uns nach einer Insel, nach etwas, dass uns Halt gibt und uns Geborgenheit vermittelt.

In der Kollektion spiegelt sich das Gefühl nach Geborgenheit unter anderem in den Materialen wieder. Wärmende Kaschmirwolle und moderne Fake-Fur Qualitäten sollen der Trägerin der Kollektion ein schützendes Gefühl vermitteln.
Anja Gockel wählt eine Y- Silhouette, die an den Schultern rund verläuft. Weite, wärmende Oberteile kombiniert sie zu schmalen Röcken & Hosen. Eine klare Linienführung der Schnitte die oft kombiniert wird mit figurbetonten Silhouetten.

Tosender Applaus am Schluss zeigt offensichtlich, dass die Kollektion den Nerv der Zeit und den Geschmack des Publikums getroffen hat.

Wir danken Braun Büffel und Kunert für die gute Zusammenarbeit.